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Industrie 4.0: Spinnerei oder Trend?

Eine der Leitmessen auf der Hannover Messe 2012, die Digital Factory, präsentierte über 100 Aussteller aus dem Umfeld des elektronischen Fabrikmanagement. Systeme wie PLM (Produktlebenslaufmanagement) oder MES (Manufacturing Execution Systeme) werden Prozesse zwischen Mensch und Maschine in der Produktion weiter miteinander verweben. Aber in welcher Struktur werden die Funktionen in Zukunft zusammenarbeiten? Was wird zentralisiert, was dezentralisiert? Diesen zusätzlichen Schwerpunkt fokussiert die „Industrie 4.0“ und das „Internet der Dinge“. Das „Internet der Dinge“ wächst bereits heute allmählich in alle Bereiche unseres Alltagslebens und der Arbeitswelt hinein – denken wir z.B. an Smartphones, die uns als Texterkennung für Visitenkarten dient. Durch die Integration in andere Funktionen erlaubt es die automatische Überleitung ins elektronische Telefonbuch und per „Fingertip“ können wir uns mit GPS sogar direkt zur neuen Kontaktadresse lotsen lassen.

Intelligente Maschinennetzwerke

Werden also in Kürze miteinander kommunizierende, sich selbst organisierende, intelligente Bauteile und Maschinen auch in unseren Fabrikhallen das Heft übernehmen? Noch gibt es kaum Praxiserfahrung, aber es wird bereits eifrig geforscht: So hat das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) in  Kaiserslautern eine Modell einer Industrie 4.0 auf der Hannover Messe präsentiert. So schreibt ein Auftragssystem die Produktionsdaten für ein Produkt auf einen RFID-Chip, der es bis zur seiner Fertigstellung begleitet. Die Detailorganisation des Herstellungsprozesses übernehmen dann intelligente Produktionsanlagen durch Kommunikation mit dem Chip. Am Ende entsteht ein kundenspezifisches Produkt mitsamt der kompletten Entstehungsgeschichte. Diese sogenannte Produktgenealogie wird dann wieder in einen Zentralcomputer zurückgelesen und steht für weitere Anwendungen zur Verfügung.

Und wo bleibt der Mensch?

Der Mensch wird andere Aufgaben übernehmen. So wie wir Funktionen unserer Smartphones für unsere konkreten Wünsche immer neu zusammenstellen, so werden wir aus vielen intelligenten Maschinenfunktionen auswählen können, um neue Produktionsanforderungen immer produktiver erfüllen zu können. Es entwickelt sich eine neue Form der Produktivitätskreativität, die wir mit Prozessberatungen unterstützen sollten. Jochen Schlick vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern nennt ein Beispiel (VDI Nachrichten 20. April 2012): „ Bei einer Störung einer Maschine muss sich ein Wartungsmitarbeiter heute auf Fehlersuche begeben und demontiert dazu mitunter auch Teile, die nicht störungsrelevant sind. Durch intelligente Objekte können wir ihm helfen, die Fehlerquelle schnell zu lokalisieren.“

Die neue Rolle der Menschen

Menschen werden tendenziell weniger Arbeiten mit immer mehr Verantwortung übernehmen müssen. Verantwortung übernehmen setzt Prozesskenntnis voraus. „Man muss wissen wie der Hase läuft.“ – dann erkennt man auch, was intelligente Anlagen für uns Menschen wert sein können. Spätestens seit den Maschinenstürmern wissen wir, dass man Fortschritt nicht aufhalten kann, man kann (und muss) ihn aber gestalten. Gestalten heißt z.B. gemeinsames Darstellen und Verbessern von Produktionsprozessen mit den Produktionsmitarbeitern. Die Kenntnis der Zusammenhänge der Produktionsabläufe ist für alle wichtig. Das erhöht nicht nur die Produktivität, es dient ebenso der Vorbereitung auf die Produktionsumgebung der Zukunft – und erfüllt so auch einen Weiterbildungsauftrag. Ein Berater der Technik und Mensch verbinden kann, kann durch externe Perspektive den Nutzen deutlich erhöhen.

Wir sollten diesmal nicht den gleichen Fehler wieder machen, der mit Computer Integrated Manufacturing (CIM) vor  20-30 Jahren gemacht wurde. „Wir hatten damals einfach vergessen, den Menschen· mitzunehmen”, erklärte Jochen Schlick  selbstkritisch. ,,Heute wissen wir, dass die Produktion erfolgreich ist, wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt stellen” (VDI Nachrichten 20. April 2012).

ReichlConsulting arbeitet mit Ingenieuren, die eine zertifizierte Coachingausbildung haben. So wird bestmögliche Unterstützung angeboten – sprechen Sie mit uns!


HANNOVER MESSE 2012

Auf dieser weltweit wichtigsten Messeplattform trifft Technologie auf Fortschritt.

Deutsche Messe Hannover 2012Die HANNOVER MESSE 2012, vom 23. bis 27. April, präsentiert Weltneuheiten und Innovationen auf 8 internationalen Leitmessen. Dieses Jahr feiert die neue Leitmesse für Umwelttechnologien, die IndustrialGreenTec, ihre Premiere.

Sie stellt aktuelle Trends und Lösungen für eine nachhaltige Produktion vor. Wie ein roter Faden zieht sich auch das Leitthema “greentelligence” durch die gesamte HANNOVER MESSE. Aussteller aus verschiedenen Branchen stellen dar, wie die intelligente Verbindung von effizienten Verfahren, umweltverträglichen Materialien und nachhaltigen Erzeugnissen die internationalen Märkte vorantreiben kann.

Eines der Hauptthemen ist auch die Optimierung von Prozessen und die geeignete IT-Unterstützung dabei. Effizienzsteigerung im Produktionsbetrieb durch den Einsatz von Manufacturing Execution-Systemen (MES) ist heute praktisch nicht mehr wegzudenken. Informieren Sie sich selbst vor Ort. Auch ich werde am Dienstag, dem 24. April, als Besucher auf der HANNOVER MESSE sein.

(Bild: Deutsche Messe Hannover)


Probleme erkennen, Lösungen entwickeln

Interne und externe Perspektiven schaffen nachhaltige ProzesseArbeitsprozesse, Abläufe und Weiterentwicklungspotenziale erarbeiten und darstellen, das alles im Wirkungsbereich der Produktion, liegt im Fokus des oberösterreichischen Kleinunternehmens Reichl Consulting mit Sitz in Unterach. Geschäftsführer DI Heinz Wolfgang Reichl: „Nur wer seine Prozesse beschrieben hat, kann sie leben und verbessern“.

Umsetzbare und praktische Verbesserungsvorschläge mit dem Ziel die Prozessoptimierung und  effektive Produktivitätssteigerung zu erlangen, erarbeitet Heinz Reichl im Wirkungsdreieck Mensch, Maschine und Organisation, gemeinsam mit seinen Kunden. Langjährige und internationale Erfahrung unterstützen Reichl dabei.“Unsere technisch-organisatorische Kompetenz hilft den Kunden bei Problemerkennung und eigeninitiativer Lösungsentwicklung“ erklärt Reichl und fügt hinzu: „Die Ergebnisse bilden eine akzeptierte, vor allem aber auch nachhaltige Lösungsbasis. Selbstverständlich begleiten wir unsere Kunden auch bei der Umsetzung der erarbeiteten Lösungen als objektiven Betreuer mit Außensicht.“

Systemreview Manufacturing

Mitarbeiterkompetenzen und der externe Blickwinkel eines Begleiters und Beraters werden zur Dokumentation und Verbesserung der Arbeitsabläufe genutzt. Orientiert am Prozess, erfolgt der Wissensaustausch zwischen Mitarbeiter sowie des externen Beraters. Diese Ergebnisse werden unmittelbar in einem gemeinsamen Workshop festgehalten. Diese praxisbezogenen und realitätskonformen Resultate bilden die Basis für eine künftige Umsetzung. Das Systemreview Manufacturing eignet sich insbesondere für die Evolutionsphase eines Betriebs. Das praktische Wissen zur laufenden Verbesserung und Effektivitätssteigerung wird genützt. „Was uns besonders auszeichnet, ist die zertifizierte Coachingausbildung unserer Berater. Verbesserungen werden in der Prozessdurchsprache  durch gezielte Fragestellungen gefördert. Wir erreichen damit große Nachhaltigkeit in den Verbesserungen“, beschreibt Reichl.


Schlechtwetterfront im Maschinenbau: “Von vier auf null Prozent”.

Die deutsche Wirtschaft muss auf den Maschinenbau als Wachstumslokomotive verzichten. Stagnation statt Wachstum lautet die Produktionsvorhersage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): “Wir revidieren unsere Prognose von plus vier Prozent auf null”, sagte VDMA-Präsident Thomas Lindner auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. Ursachen seien neben der schwächeren Nachfrage die Unsicherheit in Europa und die abflachende Konjunktur in China.

Im Dezember war die Produktion der Branche sogar um 1,9 Prozent zurückgegangen. Dadurch haben die Firmen die Prognose für 2011 verfehlt – eigentlich sollte die Produktion von Maschinen und Anlagen um 14 Prozent zulegen. Stattdessen produzierten die überwiegend mittelständischen Unternehmen 12,1 Prozent mehr als im Jahr 2010. Das Volumen stieg um 24 Mrd. Euro auf 187 Mrd. Euro.

Die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft geltende Branche hatte nach der Wirtschaftskrise eine furiose Aufholjagd hingelegt. 2009 war die Produktion der stark auf den Export ausgerichteten Hersteller um ein Viertel eingebrochen. In den vergangenen beiden Jahren war sie insgesamt um 22 Prozent gestiegen. Vor allem die starke Nachfrage in Wachstumsstaaten wie China, Indien, Brasilien oder Russland hatte die Orderbücher anschwellen lassen. In den vergangenen Monaten war die Nachfrage aber im Sog der Schuldenkrise zurückgegangen. Von Oktober bis Ende Dezember lagen die Auftragseingänge sieben Prozent unter dem Vorjahr. Im Gesamtjahr steigerten die Hersteller, zu denen neben zahlreichen Mittelständlern börsennotierte Unternehmen wie GEA, Gildemeister und ThyssenKrupp gehören, die Zahl der Beschäftigten dennoch um 35.000 auf 948.000.

Quelle: Industrie Magazin, www.industriemagazin.net
Bildquelle: Manroland

 


Industrieservices: im Auslagerungszustand.

Maschinenverfügbarkeit gegen Geld: Mit saftigen Rabatten wird der Industrie das Auslagern von Instandhaltungsaufgaben schmackhaft gemacht. Doch viele Betriebe vergeben Grundlasten zu leichtfertig nach außen – und scheitern.

Outsourcing-Bremse gelöst.

Kolbenkompressoren, Getriebe, Elektromotoren oder eben auch Prozessluftverdichter – allesamt typische Kandidaten fürs Instandhaltungsoutsourcing. Zwar erwirtschaftete der Industriedienstleister Bilfinger Berger 2011 schon 17 Prozent seines Umsatzes mit Großstillständen. In einem Schwung wurden im Vorjahr bei Borealis in Schwechat 7.250 Equipments überprüft – das dauerte sechs Wochen. Zu Spitzenzeiten überholten mehr als 550 Mitarbeiter die Anlagen zur Polyolefinproduktion. “Doch das Geld kommt übers Tagesgeschäft herein”, weiß auch Industrieservice-Vertriebler Walter Petermaier von der Lenzing Technik. Und das zieht – laut Dienstleistern – an. „Anders als im Nachkrisenjahr 2010 stehen die Unternehmen beim Outsourcing jetzt nicht mehr auf der Bremse“, erklärt Reinhard Maaß, Chef des deutschen Wirtschaftsverbands für Industrieservices (WVIS) im Branchenmonitor 2011. Ihn macht vor allem das dicke Auftragsplus im Vorjahr – acht Prozent – optimistisch. In Europa liege das Marktvolumen des Industrieservicegeschäfts bei bärenstarken 100 Milliarden Euro. Und auch andere Studien nähren Zuversicht. Laut MCP-Studie – die Autoren befragten 450 Betriebe – liegt der Anteil der Fremdleistungen an den Instandhaltungskosten derzeit zwischen 25 und 40 Prozent. Bis 2015 soll er immerhin leicht zunehmen.

„An manchen Anlagen können wir selber nur den Pulsschlag messen, erst ein Arzt schafft ein EKG”, sieht es Evonik Degussa-Mann Arnold Sommeregger entspannter. Läge die Anlagenverfügbarkeit beim Kärntner Chemiebetrieb nicht bei 98 Prozent, würde er wohl anders argumentieren. Doch auch unter den 90 Unternehmensvertretern, die zuletzt das Instandhaltungsforum des Mechatronik Clusters in Steyr stürmten, waren überzeugte Outsourcer. Der Zeitpunkt zum Auslagern, im Sinne einer Prozessoptimierung, scheint nicht schlecht. In Krisenzeiten wurden Preisnachlässe bis zu 20 Prozent gewährt – „im großvolumigeren Projektgeschäft lagen die Abschläge sogar bei 25 Prozent“, schildert Gerald Pilotto, Chef der BIS Chemserv und BIS-Gruppenleiter für Zentraleuropa. Eine Entwicklung, die Dienstleister noch nicht zur Gänze rückgängig machen konnten. “Es wird noch bis aufs letzte halbe Prozent gefeilscht”, so Pilotto. Und der Preiskampf wird weiter angeheizt: Kleine Nischenanbieter setzen den Großen mit feinen Nadelstichen zu. Selbst Maschinen- und Anlagenbauer haben das Dienstleistungsgeschäft für sich entdeckt. „Die Wartung von Prozesstechnik ist eins unserer neuen Portfolioelemente“, sagt wie auf Kommando Harald Loos, Leiter Customer Services bei Siemens.

Quelle: www.industriemagazin.net


Die Software läuft, das Unternehmen ist pleite.

Außer Kontrolle geratene IT-Projekte sind brandgefährlich: Sie vernichten Millionen, kosten Topmanager den Job und treiben Unternehmen mitunter sogar in den Ruin.

In den Augen der Topmanager beim Jeanshersteller Levi Strauss schien es eine hervorragende Idee, das IT-System des Unternehmens überarbeiten zu lassen. Seit seiner Gründung durch einen Kurzwarenhändler und gebürtigen Deutschen im 19. Jahrhundert hatte es Levi Strauss weit gebracht: Bis 2003 war es zu einem globalen Konzern angewachsen, mit Betrieben in mehr als 110 Staaten.

Aber sein IT-Netzwerk war veraltet – ein zersplitterter Mix aus nicht kompatiblen Systemen, die nur in dem jeweiligen Land richtig funktionierten. Daher beschlossen die Führungskräfte, die IT des Konzerns auf ein einziges SAP-System umzustellen, das auch zur Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung beitragen sollte.

Die Risiken schienen überschaubar: Das Budget lag unter fünf Millionen Dollar. Aber sehr bald brach bei dem Projekt die Hölle los: Ein großer Kunde, Wal-Mart, verlangte, dass das IT-System von Levi Strauss mit seinem eigenen Supply-Chain-Managementsystem verbunden werden müsse, was eine zusätzliche Schwierigkeit bedeutete. Unzulängliche Verfahren bei Bilanzierung und betrieblicher Steuerung führten dazu, dass Levi Strauss fast jedes Mal seine Quartals- und Jahresergebnisse berichtigen musste. Während des Wechsels auf das neue System konnte das Unternehmen keine Aufträge ausführen und musste seine drei Logistikzentren in den USA für eine Woche schließen. Im zweiten Quartal 2008 musste es wegen des verpfuschten Projekts eine Ergebnisbelastung von 192,5 Millionen Dollar hinnehmen. Chief Information Officer David Bergen kostete es den Job.

Quelle: Harvard Business Publishing, Harvard Businessmanager Heft 12/2011, Bent Flybjerg und Alexander Budzier, den vollständigen Artikel finden Sie auf: http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-799131.html


Mehr Unternehmensprofit durch schlankere Strukturen.

Ein ausgedünntes Produktsortiment, schlankere und zusammengefasste Lieferwege, weniger Produktionsstandorte oder die Verbesserung innerbetrieblicher Strukturen können Unternehmen profitabler machen und gegen die nächste Krise schützen.

Dazu ein Beispiel: Der Unternehmer und hoch begabte Automobilingenieur Carl Friedrich Borgward startete 1938 mit seinem Unternehmen und wuchs innerhalb von nur 20 Jahren auf nahezu 23.000 Beschäftigte, die mehr als 200.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellten. Darunter legendäre Marken wie der Hansa 1500 oder der Lloyd LP 300, besser bekannt als “Leukoplastbomber”, der im ersten Wirtschaftswunder-Jahrzehnt Deutschlands zu den meist verkauften Kleinwagen zählte. Borgward produzierte aber auch Mittelklasse-Limousinen, Nutzfahrzeuge für Feuer- und Bundeswehr und er entwickelte darüber hinaus auch verschiedene Hubschraubermodelle. Gegen Ende 1960 war es mit der Produktion der Kultmarke zu Ende. Aber nicht aus Konjunkturgründen sondern weil sich das Unternehmen mit einer ungeheuren Produkt- bzw. Markenvielfalt übernommen hatte.

Genau diese Problematik ist aber auch heute brandaktuell. Viele Unternehmen – quer durch alle Branchen – die in den vergangenen Jahren rasant gewachsen sind und neue Märkte erobert haben, müssen stetig ihre Prozesse, Markenpolitik und Strukturen überprüfen. Der Fokus ist dabei klar auf ein Ziel gerichtet: die Verbesserung der Profitabilität.


Neuer Webauftritt.

Neuer Webauftritt für Reichl ConsultingAls österreichisches Beratungsunternehmen mit langjähriger, internationaler Erfahrung startet Reichl Consulting mit neuem Webdesign voll durch. Im Kernbereich unserer Tätigkeit konzentrieren wir uns auf die organisatorische Beratung, Begleitung und das Coaching in der Umsetzung von Projekten zur Effektivitätssteigerung im technischen Umfeld. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und beraten Sie sehr gerne auch persönlich!