Ein ausgedünntes Produktsortiment, schlankere und zusammengefasste Lieferwege, weniger Produktionsstandorte oder die Verbesserung innerbetrieblicher Strukturen können Unternehmen profitabler machen und gegen die nächste Krise schützen.
Dazu ein Beispiel: Der Unternehmer und hoch begabte Automobilingenieur Carl Friedrich Borgward startete 1938 mit seinem Unternehmen und wuchs innerhalb von nur 20 Jahren auf nahezu 23.000 Beschäftigte, die mehr als 200.000 Fahrzeuge pro Jahr herstellten. Darunter legendäre Marken wie der Hansa 1500 oder der Lloyd LP 300, besser bekannt als “Leukoplastbomber”, der im ersten Wirtschaftswunder-Jahrzehnt Deutschlands zu den meist verkauften Kleinwagen zählte. Borgward produzierte aber auch Mittelklasse-Limousinen, Nutzfahrzeuge für Feuer- und Bundeswehr und er entwickelte darüber hinaus auch verschiedene Hubschraubermodelle. Gegen Ende 1960 war es mit der Produktion der Kultmarke zu Ende. Aber nicht aus Konjunkturgründen sondern weil sich das Unternehmen mit einer ungeheuren Produkt- bzw. Markenvielfalt übernommen hatte.
Genau diese Problematik ist aber auch heute brandaktuell. Viele Unternehmen – quer durch alle Branchen – die in den vergangenen Jahren rasant gewachsen sind und neue Märkte erobert haben, müssen stetig ihre Prozesse, Markenpolitik und Strukturen überprüfen. Der Fokus ist dabei klar auf ein Ziel gerichtet: die Verbesserung der Profitabilität.

